Snowden warnt vor riesigem Netz der Überwachung
Erstmals seit seiner Flucht nach Moskau tauchte der Whistleblower Edward Snowden mittels YouTube-Video wieder in der Öffentlichkeit auf. Gute Nachrichten überbrachte der einstige Geheimdienstler nicht. Ganze Bevölkerungen würden "wie ein riesiges Netz" überwacht.

Großartig beunruhigen wird das hierzulande bedauerlicherweise wohl nur wenige. Bisher sind die deutschen Bundesbürger dem NSA-Datenskandal mit wenig Abwehr entgegengetreten. Komplett-Überwachungen suggerieren ihnen weitgehende Sicherheit und darauf möchten die meisten offensichtlich nicht verzichten. Viel Aufregung wird es hierzulande daher wohl auch nicht in Hinblick auf das aktuell veröffentlichte Video der Enthüllungsplattform Wikileaks geben.
Erklärungen anlässlich einer Preisverleihung
Die Plattform präsentiert Snowden laut eigenen Angaben erstmals wieder seit seiner Flucht nach Moskau. Es ist nur ein kurzes Video, in dem der Ex-Geheimdienstler vor einer umfassenden "Staatsspionage" warnt. Sie stelle wie "eine Art riesiges Netz ganze Bevölkerungen unter Überwachung". Snowden zeigt sich anlässlich einer Preisverleihung, die am vergangenen Donnerstag stattfand, und wendet sich dort an Ex-Geheimdiensler.
Riesiges Netz stellt ganze Bevölkerungen unter Überwachung
Snowden glaubt, dass Menschen inzwischen weltweit klar werde, dass Geheimdienstprogramme in Wahrheit keine Sicherheit geben. In seinem Statement warnt er davor, dass sie im Gegenteil die Wirtschaft und unsere Länder schwächen. Sie beschränken zudem in vielen Bereichen wie etwa reden, denken und leben bereits umfassend unsere Freiheit, führt Snowden im Video weiter aus.
Wir dürfen gespannt sein, ob und wann diese Erkenntnis in ihren gesamten Dimensionen auch bei den Deutschen ankommt.
