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Debatte

CeBIT - Ärmel hochkrempeln für das digitalisierte Zeitalter

Auf der diesjährigen Computermesse CEBIT, die vom 20. bis 23. März in Hannover stattfindet, wird die Zukunft zum Greifen nah. Im Fokus stehen u.a. Roboter zum Einsatz in ganz unterschiedlichen Bereichen. Ob humanoide Pflegehelfer oder eingepflanzte Chips - die Möglichkeiten scheinen grenzenlos. Da sind ethische Aspekte gefragt.

Redaktion Spreezeitung

humanoide Roboter
Pepper, ein humanoider Roboter vom Hersteller IBM. Foto: Deutsche Messe)

Digitale Trends, Digitalisierung, Roboter und Künstliche Intelligenz bestimmen die Computermesse CeBIT in diesem Jahr. Dazu erklärt Cem Özdemir, Spitzenkandidat von Bündnis90/Die Grünen zur Bundestagswahl:

"Digitale Geschäftsmodelle eröffnen neue Möglichkeiten der Wertschöpfung und können helfen, unsere Umwelt zu schützen. Alleine der Verkehrsbereich bietet vielfältige Möglichkeiten Energie einzusparen, das Klima zu schützen und die Luftbelastung zu reduzieren, wenn wir zukünftig in Mobilität und nicht in Verkehrsmitteln denken. Dank intelligenter Vernetzung von Verkehrsträgern müssen wir nicht mehr im Stau stehen oder auf den Bus warten, sondern wählen die passende Fortbewegung in der jeweiligen Situation.

Doch CDU/CSU und SPD rennen im Schneckentempo den Entwicklungen hinterher und haben sich im Kompetenzgerangel der Ministerien verloren. Auf der Strecke bleibt der Ausbau eines schnellen und flächendeckenden Internet. Deutschland muss beim Breitbandausbau auf die Überholspur. Deshalb wollen wir Telekom-Aktien aus dem Bundesbesitz im Wert von rund zehn Milliarden Euro umwidmen und zusätzlich in den Ausbau des schnellen Internets investieren. Davon profitieren alle: Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger und unsere Verwaltungen.

Die Digitalisierung wird unsere Arbeitswelt grundlegend verändern, schon jetzt fehlen den Unternehmen die dafür nötigen Fachkräfte. Deshalb müssen wir nicht nur in Technik und digitale Infrastruktur, sondern in die Köpfe investieren. Wir Grüne wollen deshalb unverzüglich eine Weiterbildungs-und Ausbildungsinitiative an den Start bringen, die sich an jetzige und kommende Arbeitnehmergenerationen richtet."

Jan Philipp Albrecht, stellvertretender Vorsitzender des Innen- und Justizausschusses des Europäischen Parlaments und innen- und justizpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, ergänzt:

„Es wird Zeit, die Ärmel hochzukrempeln für das digitalisierte Zeitalter. Wenn immer mehr Roboter die Arbeit übernehmen, brauchen wir eine klare Haltung zu Robotik und künstlicher Intelligenz. Roboter arbeiten bereits vielerorts als Hilfskräfte in der Pflege, schon bald steuert künstliche Intelligenz unsere Autos. Viele Fragen nach Haftung und Verantwortung sind noch offen. Für uns ist klar, dass die Verantwortung für Fehler von Robotern und Künstlicher Intelligenz beim Menschen liegen muss.

Das Europäische Parlament hat die Initiative ergriffen und die dringend nötige Debatte über einen ethischen und rechtlichen Rahmen für die Entwicklung und den Einsatz autonomer und intelligenter Maschinen eröffnet. Die Europäische Kommission muss aktiv werden und konkrete gesetzgeberische Vorschläge vorlegen.“

Veranstaltungshinweis: CeBIT Hannover, Halle 8: Challenges for the age of Robotics & AI

Hintergrund:

„Robotik und Künstliche Intelligenz“ - Grüne Positionen der Arbeitsgruppe Digitales der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament.

Bericht des Europäischen Parlaments "Empfehlungen an die Kommission zu zivilrechtlichen Regelungen im Bereich Robotik" vom 16. Februar 2017.

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