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Debatte

Marilyn Monroe - Gerüchte, Spuren und ein Gespräch

Vor 50 Jahren, am 5. August 1962, starb Marilyn Monroe in Brentwood, Los Angeles im Alter von nur 36 Jahren unter nicht endgültig geklärten Umständen. Medikamentenmissbrauch - so lautet die offizielle Todesursache. Zweifel und Verschwörungstheorien halten sich bis heute, untermauert von einer späten Beichte des damals ermittelnden Staatsanwalts.

Ursula Pidun

Eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Vereinigten Staaten von Amerika der 1960er Jahren starb unter mysteriösen und bis heute nicht geklärten Umständen im Alter von nur 36 Jahren: Marilyn Monroe, Sternchen, Star und Hollywoods legendäre Vorzeige-Diva wurde offiziell Opfer des eigenen Medikamenten-Missbrauchs.

Spuren und Spekulationen

Damit reihte sie sich ein in eine Galerie spektakulärer Tode außergewöhnlicher Berühmtheiten, die vermeintlich mit dem Leben nicht fertig wurden. Es gab allerdings schon immer Zweifler an der These, "die Monroe" sei offiziell an einer Überdosis Schlaftabletten zu Tode gekommen. Viele Verschwörungstheorien ranken sich um den angeblich wahren Tod der Hollywood-Legende. Von einem Gift-Anschlag über die Mafia, die angeblich die Finger im Spiel hatte, bis tief hinein ins Weiße Haus zur berühmten Kennedy-Familie führten die Spuren und Spekulationen.

Zweifler, Kritiker und glaubwürdige Zeugen

Dabei gibt es unter den Zweiflern und Kritikern der offiziellen Todesursache durchaus sehr glaubwürdige Zeugen. Einer von ihnen ist der damalige, in der Todessache Monroe ermittelnde Staatsanwalt John Miner. Miner lebte gesundheitlich angeschlagen in Los Angeles und starb 2011 im Alter von 92 Jahren. 2005 besuchte ihn eine deutsche Journalistin. Anna Maria Gadebusch war auf Spurensuche nach jenen spektakulären Tonbandaufnahmen, die Marilyn Monroe ihrem Psychiater etwa zwei Wochen vor ihrem Tod übergeben haben soll.
"Gute Nacht Doktor!" und ein Interview

Aufnahmen, die Miner mitschreiben durfte. Die Mitschnitte, die Anna Maria Gadebusch zusammen mit dem Journalisten Friedhelm Brebeck später zu einem Radio-Feature ausgearbeitet und unter dem Titel "Gute Nacht, Doktor!" veröffentlicht hat, geben tiefste Einblicke in Monroes damaliges Seelenleben. Und sie sorgen für eine handfeste Überraschung. Denn so brisant, spektakulär, aufreizend und herausfordernd die Aufnahmen auch waren, von einer lebensmüden Diva zeugen diese Bänder nicht. Wir haben 2009 mit Anna-Maria Gadebusch, Journalistin und Autorin des Radio-Features "Gute Nacht, Doktor!" darüber gesprochen.

Zum Interview:
Spurensuche im Fall Marilyn Monroe - Interview mit Anna-Maria Gadebusch

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