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Politik

NIS-Richtlinie - Sicherheitsstandards sind nur ein Anfang

Die sogenannte NIS-Richtlinie über die Netzwerk- und Informationssicherheit wird heute im federführenden Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz der EU voraussichtlich angenommen. Die hier festgelegten Standards können jedoch nur der Anfang sein, erklärt Jan Philipp Albrecht.

Redaktion Spreezeitung

Jan Philipp Albrecht, stellvertretender Vorsitzender des Innen- und Justizausschusses im Europäischen Parlament. (Foto: Fritz Schumann)
Jan Philipp Albrecht, innen- und netzpolitische Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament.
(Foto: Fritz Schumann)

Der innen- und netzpolitische Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament erklärt hierzu hierzu:

"Ich begrüße die Einigung auf IT-Sicherheitsstandards für kritische Infrastrukturen wie Wasserversorgung und Flughäfen. Allerdings kann dies nur ein Anfang sein auf dem Weg in Richtung sicherer IT-Infrastrukturen in der Europäischen Union. Verbraucherinnen und Verbrauchern wird die NIS-Richtlinie etwas, aber nicht viel mehr Schutz vor Angriffen und Datenverlusten bieten.
 

Noch immer fehlt ein genereller Mindeststandard für die Sicherheit bei Soft- und Hardware sowie die Haftung bei fehlerhaften oder gar gänzlich fehlenden Sicherheitsstandards. Jeder Produktfehler wie zum Beispiel eine fehlerhafte App kann am Ende erhebliche Konsequenzen für alle Bereiche bedeuten, auch für kritische Infrastrukturen. Hier muss die EU-Kommission nachliefern und generelle gesetzliche Rahmenbedingungen auf den Weg bringen.
 
Sofern die Einigung auch von einer Mehrheit der Abgeordneten im Plenum angenommen wird, müssen die Mitgliedstaaten die Vorgaben schnell umsetzen, damit Sicherheitslücken zügig beseitigt werden können. Vor allem müssen die IT-Sicherheitsbehörden der Mitgliedstaaten ihre Informationen besser austauschen. Gut ist, dass die Richtlinie auch Vorgaben für Internetanbieter wie Ebay macht, sie setzt dabei allerdings einen zu niedrigen Standard."

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