Globale Zivilgesellschaft und die Religion: Glück, Leistung, Gnade
Charlie Hebdo, PEGIDA, Moscheebau in Köln, Erdogan in Istanbul - Religion und Zivilgesellschaft stehen in einem spannungsreichen und bisweilen schwierigen Verhältnis. Der Theologe, Philosoph und Direktor des Instituts für Sozialstrategie Ulrich Hemel macht sich hierzu einige grundsätzliche Gedanken.

Charlie Hebdo, PEGIDA, Moscheebau in Köln, Erdogan in Istanbul - Das Verhältnis von Religion, Staat und Gesellschaft wirft viele und zum Teil neue Fragen auf - nicht erst seit den diesbezüglichen Vorkommnisse der jüngsten Zeit. Wie weit geht das Recht auf Religions- und Meinungsfreiheit? Wo ist die für Religionen zumutbare und zu erwartende Grenze?
Gesellschaftliche Rücksichtsnahme
Umfasst diese auch die gesellschaftliche Rücksichtnahme auf die Gefühle von Gläubigen, etwa bei Karikaturen? Oder beginnt diese Grenze erst bei manifester Gewalt? Kann und darf Religion fordern, dass religiöse Werte in allgemeine Gesetze eingehen?
Umgekehrt: Gehört nicht zur Religionsfreiheit auch das Recht auf Irrtum? Und wie kann und soll eine komplexe Gesellschaft mit der "Wahrheitskonkurrenz" unterschiedlicher Religionen umgehen?
Verhältnisbestimmung von Religion
Anhand der Begriffe des "übergriffigen Staats", der "übergriffigen Religion" und der "übergriffigen Zivilgesellschaft" wagt Ulrich Hemel eine Verhältnisbestimmung von Religion, Staat und Zivilgesellschaft unter dem speziellen Blickwinkel der globalisierten Moderne.



