LEB WOHL, SCHLARAFFENLAND - Die Kunst des Weglassens
Lust auf einen Entschleunigungsprozess? Der österreichische Schauspieler und Kabarettist Oland Düringer hat es ausprobiert und sich im Jahr 2013 nach und nach von vermeintlich unverzichtbaren Systemen verabschiedet. In seiner Publikation: "LEB WOHL, SCHLARAFFENLAND - Die Kunst des Weglassens" beschreibt er seinen Weg.

Stück für Stück entledigte sich Düringer liebgewonnen Systemen. Seine ganz eigenen Erfahrungen hierzu zeichnete er über ein Jahr lang in einem Videotagebuch auf. Im Mittelpunkt standen Fragen wie etwa: "Was kostet mich ein Schritt zurück und was bekomme ich dafür?" Schließlich hat Co-Autor Clemens G. Arvay seine Gespräche zu Papier gebracht. Düringer berichtet in den Gesprächen von seinem Wunsch, ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen. Denn "die Suche nach Alternativen in einer Zeit der Alternativlosigkeit sei doch eine schöne Aufgabe."
"Ich verleihe mir eine gültige Stimme und behalte sie, auch wenn man mich auffordern wird, sie wieder abzugeben. Ich werde täglich eine Wahl treffen, indem ich gewisse Dinge abwähle, ich werde versuchen, Schritt für Schritt Systemen Energie zu entziehen, indem ich sie nicht mehr benutze oder ihre Produkte nicht mehr nachfrage.Mein Plan ist es, aus Systemen ganz und zumindest soweit auszusteigen, dass sie mir nur mehr als Werkzeug dienen. Wohlgemerkt: sie mir und nicht ich ihnen diene."

(Cover: edition a)
Düringer wollte wissen, ob sein verklärter Blick auf das einfache Leben seiner Kindheit nur ein Trugbild war und ob seine Schritte zurück zum ersten Schritt nach vorn werden. Er wollte herausfinden, ob er Anlauf nehmen konnte, um den großen Graben der Verheißungen zu überspringen und er fand es heraus. Manche Rückschritte gelangen perfekt, andere Verheißungen unserer Moderne konnte Düringer nicht widerstehen – und dies aus ganz unterschiedlichen Gründen.
DIE AUTOREN Roland Düringer wurde für den Film "Hinterholz 8“ mit dem österreichischen Filmpreis „Goldene Romy" als bester österreichischer Schauspieler ausgezeichnet. Seine weiteren Erfolge waren die Serie MA2412 sowie die Filme "Muttertag" und "Poppitz". Neben seinen Auftritten als Kabarettist führt Düringer seit Januar 2013 das begleitende Videotagebuch auf www.gueltigestimme.at, in dem er seinen Ausstieg aus den Systemen und die dadurch verursachten Veränderungen dokumentiert.
Clemens G. Arvay studierte Biologie und Angewandte Pflanzenwissenschaften in Wien und Graz. Als Agrarbiologe und freischaffender Sachbuchautor beschäftigt er sich mit nachhaltigen und sozial verträglichen Formen des Landbaus und der Lebensmittelproduktion. Er unterrichtet ökologische Landwirtschaft an der Fachhochschule Joanneum in Graz. Bisher erschienen von ihm unter anderem die Sachbücher "Der große Bio-Schmäh" und "Friss oder stirb". Arvay betreibt eine Informationsplattform unter www.arvay.info.
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
ISBN: 978-3990010655
Preis: 19,95 €
November 2013
Düringer zieht Bilanz zu einem Jahr Ausstieg aus den Systemen:
